Spiegel

Der stille Ozean –

er liegt vor mir.

Ich sitze hier auf einem Stein.

Ich werde zu einem Betrachter.

Ich versenke meine Augen in dir.

Sie gleiten über dich als

könnten sie zu deinen Augen werden,

so weit, so still, bis in deine Tiefen,

so viel in sich geborgen.

Die Sonne spiegelt sich.

Du bleibst still.

Die Möve senkt sich zu dir und

du bleibst still.

Der Stein fällt in dich hinein,

das Wasser kräuselt sich und

es wird still.

Du siehst mich am Wasserrand

und mein Blick reicht zurück in mein Herz.

Du spiegelst mich und mein Empfinden.

Ich bin alles und ich bin nichts.

Du bist mein Gegenüber und mein Inneres.

Du zeigst mir meine Aufgabe.

Spiegel sein für alle Wesen.

Dazu bin ich hier – Mich in FRIEDEN zu bringen.

Spiegel zu werden für das Schöne und Unvollkommene.

Alle Möglichkeiten sichtbar zu machen.

Denn alles ist im Herzen.

10.7.26

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