Mein Ort

Mein Ort – hier!
Da ist Heimat – tief zu Hause zu sein.
Mit euch – mit allen,
Ihr Wesen des Himmels, der Erde,
allen Welten.
Hier kann ich euch begegnen,
von Angesicht zu Angesicht
mit euren Kräften, spürend, stark,
aufrecht – willkommend, annehmend.
Hier bin ich zu Hause.
Der Wind flüstert mir zu.
Hier ist Offenheit, ein Tor in die Weite.
Es füllt mich auf mit diesem Willkommen sein.
Dem Verbundenen zwischen zu Hause bei mir
und des umfassenden Ganzen,
zu Hause in allem, aufgefüllt von allem Seienden.
In der Mitte des Segens von oben herab,
von mir hinauf.
In der Begegnung zu Hause,
ein Gefühl des Schwebens,
begleitet vom Wind, sein Rauschen in den Ohren,
die Kühle auf der Haut, ein DANK vom Herzen,
erhoben zu Dir, der Blick gegen Himmel.
Zu Hause sein – ein Ort überall,
wo ich Dir begegne.
Diese Stille ist mir so ein Ruhm,
diese Stille ist nicht die Abwesenheit
von Geräuschen, dem Gesang der Vögel,
dem Rauschen.
Es ist eine tiefere Stille, geborgen auf
dem Boden eines ruhigen Ozeans.
Mein Ort der Verbundenheit
Hier – gehöre ich hin.
In der Tiefe bei mir sein, ist
mir ein wahres Zuhause – Heimat.
So betrete ich mein inneres Haus.
So lange habe ich im Außen gebaut
und renoviert – jetzt darf ich wohnen.
Es war nur scheinbar zu erneuern.
Ich musste erst einziehen mit meinem
ganzen Sack und Pack.
Als ich begann es zu bewohnen,
mich heimisch zu machen in allen Räumen,
besaß ich nichts mehr, keinen Krempl –
nur mich und es begann in mir zu singen-
Es jubelte der Himmel, alle hießen mich
willkommen – so viel Freude und so viel
Lebendigkeit.
Es kam von überall her.
Die Freude von meiner Heimat
war grenzenlos und überall.
Alles ward mir Heimat.
(24.4.26 Christine Brandl)

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