Friede

„Heute ist ein Tag des Friedens.“ So wie jeder Tag es sein kann. Ich entscheide mich für den Frieden, für meinen inneren Frieden. Mutter Teresa wurde einmal gefragt, was wir für den Frieden tun können, jeder einzelne von uns. Sie antwortete: „Geht nach Hause und liebt eure Familie.“ Klingt so einfach und ist es doch nicht. Wenn jeder das tun würde, dann wäre es friedlich in unserem Leben. Dann würde sich jeder geliebt fühlen. Wenn wir uns wirklich geliebt fühlen könnten, ohne Wenn und Aber, ohne Bedingungen, ohne irgendetwas dafür tun zu müssen. Nur geliebt, weil wir sind, dann hätten wir gelernt, uns selbst so bedingungslos anzunehmen wie wir sind.
Die gute Nachricht ist – wir können es lernen, wir können es üben – liebend mit uns zu sein und damit in Frieden. Der Unfrieden entsteht durch Schmerz, der entweder so groß und/oder meistens so unbewusst ist, dass wir ihn nach außen projizieren. Der andere müsste das doch gemerkt haben, der andere müsste doch gefälligst das und das machen. Unsere Bedürfnisse wurden nicht gesehen. Wir haben sie meistens auch nicht wirklich bemerkt. In dem Moment sind wir wie ein Kind, das wartet und erwartet, dass Eltern für es sorgen. Es schmerzt nicht gesehen zu werden oder dass der andere nicht erkennt, was ich wirklich brauche.
Die Übersetzung lautet: Der Schmerz will befriedet werden. Können wir uns das bewusst machen? Ist es uns möglich diesen Schmerz zu sehen? Das ist kein angenehmes Gefühl – Aua! …….. Es tut so richtig weh! ….
Statt wild um mich zu schlagen, andere mit meinem Schmerz anzustacheln, mich aufzuregen und meinen Ärger den anderen umzuhängen – könnte ich mich sanft und langsam diesen Schmerz zuwenden. ____
Bevor der andere Angestachelte zurückschlagen muss, der Unfriede sich beginnt zu entfalten, könnte ich ihn wahrnehmen, anerkennen und halten, ihn liebevoll Dasein lassen, …… bis er sich beruhigt, leichter wird und allmählich befriedet. Ich brauche ihn zunächst nur zu sehen, diesen Schmerz, der entstanden ist, weil in irgendeinem Moment keine Liebe war, für mich selbst und das kann schon länger zurück liegen, vielleicht kann ich mich gar nicht mehr richtig erinnern. Das spielt keine Rolle. Jetzt bin ich da für ihn und damit für mich. Es ist nie zu spät, nie. Ich treffe jeden Tag eine Entscheidung für den Frieden und damit auch für die Liebe. Heute soll ein Tag des Friedens sein, für mich und damit für mein Umfeld.
(7.3.26 Christine Brandl)

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